Schreibreise Mallorca

Mitten auf der Insel Mallorca liegt ein kleines (Schreib)Idyll. Einige Tage schreiben, lesen, relaxen und sich verwöhnen lassen. Wo das Auge hinschaut: blühende Sträucher, Palmen, Kakteen, Feigen- und Mandelbäume und irgendwo dazwischen ein Teich. Hier liegt ein über 500 Jahre alter Gutshof – eine Oase der Ruhe und ein „Ort der Schönen Künste“ - das Landhotel Finca Son Bauló.

Mitten auf der Insel Mallorca liegt ein kleines (Schreib)Idyll

Schreibreise Mallorca



Einige Tage schreiben, lesen, relaxen und sich verwöhnen lassen. Wo das Auge hinschaut: blühende Sträucher, Palmen, Kakteen, Feigen- und Mandelbäume und irgendwo dazwischen ein Teich. Hier liegt ein über 500 Jahre alter Gutshof – eine Oase der Ruhe und ein „Ort der Schönen Künste“ - das Landhotel Finca Son Bauló. Es erwarten Sie stimmungsvolle Appartements, die Bibliothek, Kaminhalle, der Biogarten mit riesigen Palmen, der Pool, Hühner und Pferde.

Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, in einem ruhigen Ambiente zu schreiben. Vielleicht möchten Sie an Ihrem Roman arbeiten oder eine Geschichte beginnen? Oder Sie suchen Anregungen? Wir stehen Ihnen mit einem Coaching zur Verfügung (senden Sie uns daher vorab 40 bis 50 Seiten Ihres Manuskriptes und das Exposé oder ihre Kurzgeschichte). Tägliche Schreibanregungen runden das Programm ab.

Seminarort: Kulturfinca Son Bauló, 07518 Lloret de Vistalegre/Mallorca
Veranstalter: Ute Köhler, Ursula Schmid-Spreer
Termin: Donnerstag, 3. Oktober 2013 bis Sonntagmittag 6. Oktober 2013

Gerne geben wir Hilfestellung zur Inselerkundung, Rundfahrt oder Besuch von Palma,
wenn Sie einen Verlängerungstag anhängen möchten.

Leistungen: Übernachtung mit Frühstück, kleines Mittagessen, Nachmittagscafe, 3-Gang-Abendmenü, "Rundum"-Schreibbetreuung, Coaching

Preis: 645,70 Euro im Doppelzimmer
728,20 Euro im Einzelzimmer

Wer keine Flugmöglichkeit am Donnerstag in der Frühe hat, kann gerne schon am Mittwoch anreisen. Abends gibt es ein gemeinsames 3-Gang-Abendmenü mit der Möglichkeit zum Kennenlernen. Der Aufpreis hierfür beträgt 81,90 Euro im Doppelzimmer und 109,40 Euro im Einzelzimmer

Anmeldung: bis spätestens Mitte September. Bei Anmeldung ist eine Anzahlung von 30 Prozent des Teilnehmerpreises fällig.

Ablauf: Donnerstag bis Sonntagmittag arbeiten am eigenen Projekt oder schreiben nach Vorgabe, gemeinsame Mahlzeiten, Coaching, abends Austausch, wer mag vorlesen und diskutieren. http://snurl.com/sonbaulo
Es gibt bei diesem Seminar keine festen Zeiten. Keiner ist verpflichtet an den Angeboten teilzunehmen. Zu Beginn wird es einen Plan geben, in dem mögliche Coaching-Zeiten und die Schreibanregungen stehen.

Teilnehmerstimmen:

Dem Lockruf erlegen (Dr. Gerald Kaliwoda)

Mitten auf der Insel Mallorca liegt ein kleines Schreib-Idyll. So kündigten Ursula Schmid-Speer und Ute Köhler ihr Schreibseminar auf der Kulturfinca Son Bauló, Lloret de Vistalegre, an.

Was im Seminarprogramm einige Tage schreiben, lesen, relaxen und sich verwöhnen lassen hieß, ‚artete‘ dann doch in strukturierte, effiziente Arbeit aus. Denn gutes Schreiben ist eine Kunst, zuerst Kunsthandwerk. Und alle hatten es dann so verstanden. Diejenigen, die noch am Anfang ihres belletristischen Schreibens waren oder schon ein Stück auf diesem Weg.

Ute Köhler, sie lebt seit Jahren auf Mallorca, hatte die Kulturfinca – es gibt dort regelmäßig Veranstaltungen zu Musik, bildenden Künsten, Literatur und vieles mehr, mit weltbekannten Künstlern – ausgewählt. Ein einzigartiges Ambiente. Wer dort war, kommt gerne wieder, oder hat es fest vor. Ein herzliches Danke an den Hausherrn Will Kauffmann und die fleißige Fee Yvonne an seiner Seite, für die genussreiche mallorquinische Küche und den liebevollen Service.

Die eingereichten Texte wurden von Ursula Schmid-Spreer und Ute Köhler zuvor gründlich lektoriert.

Dann gab es unter vier Augen und Ohren das intensive, individuelle Coaching, mal durch Ursula, mal durch Ute. Eine abwechslungsreiche und kluge Methode, weil man zeigen wollte, das Handwerkzeug des Schreibens kennt klare Regeln, ohne wenn und aber, das Kreative kann man so und so sehen.

Deshalb gab es kein Pardon zu Pitch, Plot und Perspektive. Da waren beide Seminarleiterinnen gleich streng und strikt. Auch dass ein überzeugendes Exposé so wichtig ist, auf dem Weg zu Agent oder Verlag.

Abends traf man sich zum kulinarischen Drei-Gänge-Menü. Es wurde getrunken, agua mineral, cerveza oder Tempranillo und über Gott und die Welt diskutiert, bis wir die paar Meter in unsere Zimmer zum Schlaf gerade noch schafften.

Der Morgen danach begann immer mit einer Schreibübung oder einem Rollenspiel, was uns zur Heiterkeit oder zum Staunen brachte und - in die (Schreib)Gänge.

Das Wichtigste aber: Am Ende waren alle überrascht, was sie aufs Papier oder in den Laptop brachten und wie viel anders es aussah, als zu Beginn vorgelegt. Und dass es einfach besser war.

Dafür und weil es so viel Spaß bereitet hat, unser herzlicher Dank an Ursula und Ute!
An alle, die das nicht erlebt haben: Pech gehabt, vielleicht kommt eine neue Verlockung.


Janosch‘s Schreibstunde – Erfahrungsbericht vom Schreibseminar auf Mallorca
(Jan Mikael Teuner)


„Bist du Janosch?“ Nachdem ich eine Zeitlang planlos auf dem Flughafen von Mallorca umhergeirrt bin, habe ich diesen Typen angesprochen. Er sieht aus, als würde er ebenfalls jemanden suchen. Seine Frage muss ich dann aber verneinen. Janosch nennen sie mich seit der fünften Klasse nicht mehr. Nun bin ich Jan, Jan-Mikael, und zum Glück treffe ich kurz drauf, wen ich suche: Ursula Schmid-Spreer, Veranstalterin des Schreibseminars auf Mallorca. Zusammen mit ihrem Mann Heinz holt sich mich nach der Landung am Mittwochmorgen ab. Was für ein Service!

Wir fahren ins Landesinnere. Circa eine halbe Stunde von Palma entfernt liegt lLoret de Vistalegre. Hier in der Kulturfinca Son Baulo, für die Dr. Will Kaufmann vor 30 Jahren den ersten Stein gesetzt hat, lernen wir in den nächsten vier Tagen, wie wir gute Schriftsteller werden (können) – und vor allem, wie lang und steinig dieser Weg sein kann.

Wir sind Gerald und Paul, die bereits länger die Tinte aus dem Füller fließen lassen, sowie das Paar Andreas und Ulrike, die sich ganz frisch auf das Abenteuer einlassen. Meine Wenigkeit, den das Schreiben mal mehr, mal weniger intensiv begleitet, ist bei der Ankunft von den Eindrücken erschlagen. Mit uns am Tisch frühstückt Jürgen Kehrer, Autor der Wilsberg-Krimi-Reihe. Er hat am Vorabend eine Lesung in der Kulturfinca gehalten. Wie unterhaltsam sie gewesen ist, erfahre ich leider nur aus zweitem Ohr.

Ernst wird es dann ab Donnerstagmorgen, wobei es nicht so dramatisch wird wie es klingt. Nach der ersten von vier ausführlichen Mahlzeiten am Tag treffen wir uns im Wintergarten, auch Glaskasten genannt, dem Kreativzentrum der Kulturfinca. Bei wohliger Temperatur und unter Anleitung von Ursula Schmid-Spreer und Ute Köhler, die uns souverän und motiviert durch unsere Schaffensphasen führen, beginnen wir den Tag wie üblich mit einer Schreibübung.

Bei der ersten starten wir mit einigen Vorgaben und schreiben den Anfang einer Geschichte auf. Nach knapp zwei Minuten geben wir sie reihum an den Nachbarn, der sie wiederum fortsetzt, weiter. Am Schluss hat jeder Auftaktschreiber seine Geschichte wieder vor sich liegen und darf sich ein Ende überlegen. Es ist verblüffend, dass im Zettelumgeben sieben runde Kurzgeschichten entstanden sind. (Anmerkung: meine habe ich auf meinen Blog veröffentlicht: http://www.peerewju.de/500worte/blind-date-lydia-robert-pillen-mallorca-traumpaar/)

Andreas und Ulrike sind bereits mittendrin und haben „Blut geleckt“, wie es in den nächsten Tagen noch öfter heißen soll. Gerald, Paul und ich müssen dagegen anschließend das Feedback zu unseren eingesandten Manuskripten und Exposés verarbeiten. Das Lektorat einer Romanidee gehört nämlich ebenfalls zu der Schreibreise, und hier haben sich Ursula und Ute bereits im Vorfeld ausführlich mit unseren Texten beschäftigt. Das Double-U-Tag-Team gibt vom ersten Tag an ein eingespieltes Duo ab und nachdem sie uns erklärt haben, wie die ganzen Anmerkungen zu Stande kommen und ein nicht kommentierter Bereich durchaus als ein Lob zu verstehen ist, stürzen wir uns motiviert in die Arbeit.

Unterbrochen nur vom Essen, das zu reichlich Austausch untereinander einlädt, haben wir genügend Freiraum, an unseren Texten zu feilen. Die Stimmung unter den Teilnehmer ist äußerst gut. Gerald gibt öfter eine Anekdote zum Besten, Paul lässt immer wieder seinen österreichischen Sprachwitz aufflammen und Ute öffnet so manche Schatztruhe des Autorenwissens. Da wird uns fast schon ein wenig sentimental zu Mute, als wir uns am Sonntagmittag zum letzten Mal im Glaskasten treffen, um abschließend eine kurze Lesung zu halten.

Jeder hat in der kurzen Zeit große Fortschritte gemacht. Gerald hat seine vollgepackte Geschichte um einige Themen erleichtert, Paul schafft eine wahre Drama-Aufführung und Andreas überzeugt beim Vorlesen nicht nur mit seiner geübten Stimme. Ulrike schafft interessante Figuren, die in ihren Kurzgeschichten zu Laufen lernen und ich konnte viel Handwerkliches verbessern und habe erfahren, dass ich noch einen weiten Weg vor mir haben werde. Doch nicht nur Kritik und Verbesserungsvorschläge haben uns Ursula und Ute mitgegeben. Mein Gepäck ist randvoll mit neuen Impulsen für meine Weiterreise.

Als ich zurück am Flughafen bin, um mir für die verbleibende Zeit auf der Insel noch einen Mietwagen zu leihen, entdecke ich wieder diesen Typen von der Ankunft, der suchend durch die Eingangshalle läuft. „Bist du Janosch?“ Wer weiß, wo ich gelandet wäre, wenn ich bei der Ankunft meinem alten Spitznamen gefolgt wäre. Ein erkenntnisreiches Schreibseminar in traumhaftem Ambiente unter motivierender Anleitung hätte ich jedenfalls verpasst.